Video: Vernünftige Energiepolitik - zum Wohl von Mensch und Natur (4m:45s)

Dafür setzen wir uns ein

Als Bürger von Ober-Ramstadt und Mühltal haben wir uns für ein Leben und Arbeiten in einer der schönsten Landschaften Deutschlands entschieden, die durch die sanften Hügel des vorderen Odenwalds geprägt ist. Wir schätzen die guten Nahverkehrsanbindungen an die umliegenden Großstädte genau so wie die Einbettung der Gemeinden in eine waldreiche, reich strukturierte Mischlandschaft.

 

Unser Lebensraum wird im Regionalplan Südhessen 2010 als "Ordnungsraum" (im Ggs. zum "ländlichen Raum" oder zum "Verdichtungsraum") klassifiziert, der

 

"so gestaltet werden [soll], dass die polyzentrale Siedlungsstruktur erhalten, die räumlichen Voraussetzungen für ein vielfältiges Arbeitsplatzangebot geschaffen, die Wohn- und die Umweltbedingungen sowie die Freiraumsituation verbessert werden. Dazu ist/sind [...] zusammenhängende Freiräume vor Inanspruchnahme durch konkurrierende Nutzungen zu sichern, in ihren Funktionen für Biotop- und Artenschutz, Klima- und Gewässerschutz, Erholung und Freizeit sowie Land- und Forstwirtschaft zu verbessern und in einen Freiraumverbund einzubeziehen, [...]" (G.3.1.1, S.13)

 

Wir glauben, dass dieses übergeordnete, ordnungspolitische Ziel durch das Aufstellen von 3 XXL-Windrädern inmitten unseres ohnehin recht kleinen Erholungswaldes auf dem Silberberg in allen Punkten nicht nur unterlaufen, sondern in sein Gegenteil verkehrt wird!

 

Ober-Ramstadt liegt direkt an der ersten Bergkette des Odenwaldes, - deshalb trug Ober-Ramstadt immer mit Stolz den Titel "Tor zum Odenwald". Unser schönes Landschaftsbild würde durch das Aufstellen von drei 200 m hohen XXL-Windrädern nicht nur gestört, sondern neu geprägt als weithin sichtbares Portal der Windkraft-Industrielandschaft Odenwald!

 

Es ist zu fragen, wer das bei uns eigentlich will - und warum. Leider ist uns die Gemeinde bis heute eine Erklärung schuldig geblieben, obwohl sie mehrfach dazu aufgefordert wurde! Es reicht nicht aus, wenn man auf mehrheitlich gefasst Beschlüsse verweist, die weder durch eine frühzeitige Informierung noch durch einen Dialog mit uns betroffenen Bürgern gefestigt wurde und die offensichtlich auch nicht von fachlichem Sachverstand getragen ist. Es reicht auch ganz gewiss nicht aus,  wenn man sich hinter Parteiendisziplin verschanzt und ein paar noch dazu falsche Aussagen der Windkraftlobby ohne Überprüfung nachplappert! Ober-Ramstadt ist mit einem Jahreshaushalt von 30 Mio. € sicher nicht auf 100 Tsd. € jährlicher Pachteinnahmen (= 0,3% des Jahresetats oder 66 cent pro Einwohner und Jahr) für 2 WKA inmitten des ohnehin kleinen Naherholungswaldes Waldlehrpfad Breitenstein ("Silberberg") angewiesen! Liebe Mitbürger, rechnen Sie selber dagegen, um wieviele Euro sich Ihre Energierechnung in den letzten Jahren allein durch die "EEG-Umlage" (Subvention für die Windindustrie) erhöht hat!

 

Die Kommunalpolitiker aller Parteien, die entsprechende Beschlüsse mitgetragen haben, müssen einsehen, dass sie einen Fehler gemacht haben, der sicher nicht in dieser Form entstanden wäre, wenn man eine rechtzeitige aktive und aufrichtige Einbeziehung der Öffentlichkeit in den Planungsprozess "Windkraft" vorgesehen hätte! Die Hessische Gemeindordnung (HGO) sieht dazu folgendes vor:

"Zur Unterrichtung der Bürger über wichtige Angelegenheiten der Gemeinde soll mindestens einmal im Jahr eine Bürgerversammlung abgehalten werden." (HGO, §8a (1))

 

Uns allen ist bekannt, dass der Magistrat bzw. die Gemeindevertreter in den letzten Jahren nichts dergleichen unternommen haben. Und wer sich hinstellt und behauptet, dass die Bürger durch 3 im Zeitraum von 3 Jahren erschienene Artikel der Lokalpresse ausreichend informiert worden wären, dem ist entweder ein fragwürdiges Demokratieverständnis zu eigen oder er hält uns Bürger für überflüssig, störend oder dumm.

 

Wir stehen mit unserer Meinung nicht allein. Viele betroffene Bürger haben uns inzwischen Ihre volle Unterstützung und Hilfe zugesichert, das völlig unverhältnismäßige Projekt zu verhindern.

 

Allein im Bereich Odenwald haben sich inzwischen 28 Bürgerinitiativen gegen geplante Windkraft-Industriestandorte gegründet; das zeigt nachdrücklich, dass mehr und mehr Bürger inzwischen verstanden haben, dass sie von einer pseudo-ökologischen, rechthaberischen Politik systematisch für dumm verkauft werden.

 

Wir fordern, das EEG ersatzlos abzuschaffen und wieder fairen Wettbewerb und Innovationen durch Grundlagenforschung zu ermöglichen! Es ist höchste Zeit, die Energieversorgung unseres Landes aus den Händen von Ideologen wieder in die von Fachleuten zu legen!

 

Wir setzen uns daher mit allen gebotenen Mitteln für den Erhalt unserer schützenswerten Umgebung ohne durch unsere EEG-Umlage finanzierte Windindustrie"parks" ein  - für uns und unsere Kinder!

 

 

Im Namen der Bürger von Ober-Ramstadt und Mühltal:

 

Bürgerinitiative Gegenwind Ober-Ramstadt und Mühltal

Günter Schulz - Tilman Stolte

Mitglied bei Naturschutz-Initiative e.V.

Mitglied bei Vernunftkraft e.V.

Ihre "Aktivisten" vor Ort und beim Kartieren "unserer" Rotmilane


Ein Rotmilan-Pärchen über den abgeernteten Feldflächen beim abendlichen Kunstflug "just for fun"