Blitzeinschläge, Brand

Blitzeinschläge in Windkraftanlagen sind aufgrund deren extremen Höhe über dem Grundniveau bzw. über dem Blätterdach des Waldes keine Seltenheit. Solche exponierten Bauwerke ziehen den Blitz bei geeigneten Potentiallagen förmlich an.

 

Bei WKA wird in der Regel aber nur der "Eigenschutz" durch verschiedene konstruktive Maßnahmen verwirklicht. Alle Bauteile müssen eine einwandfreie "Erdung" haben. Dies ist im Bereich der Gondel und des Rotors nur durch besondere konstruktive Aufwände möglich. Diese Schwachstellen müssen während des Betriebes regelmäßig gewartet und überprüft werden.

 

Bekanntlich kommen jedes Jahr immer wieder Blitzopfer zu Tode, die während solcher Unwetter Schutz unter Bäumen oder offenen Schutzhütten gesucht haben. Da WKA in der Regel ohne Schutzzäune offen in der Landschaft bzw. im Wald stehen, ist die Gefährdungslage dort ähnlich, wenn nicht sogar höher. Außerdem kann bei Gewitterlagen mit stark ionisierter Luft durch die antennenartige Struktur ein elektrisches Hochspannungsfeld um den Turm entstehen, welches zusätzliche Entladungswege (Potentialausgleich) zum Boden sucht. Dies ist aus der Hochspannungstechnik seit langem bekannt.

 

Außer der Gefährdung von Menschen in der Nähe kann trotz aller Blitzschutzmaßnahmen auch ein Brand an oder im Umkreis der WKA entstehen. Dafür sind an den Nebengebäuden der WKA in aller Regel Löschwasserbehälter für den Eigenschutz vorhanden.

 

 Zum Schutz des Waldes vor Waldbränden muss die Zuwegung zu WKA daher während der gesamten Betriebszeit ausreichend breit und von der Tragfähigkeit her ausreichend dimensioniert sein, um schweren Löschfahrzeugen die Zufahrt zur Brandbekämpfung zu ermöglichen.

Von einem Waldweg kann daher hier nicht mehr die Rede sein!